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 Aquaristikseiten            Aquaristikbuch des Quartals 02/2003:

 

 Mikroskopie und Fotografie am Aquarium

Mehr dazu...

 

Platy

 

Aquarienmikroskopie

Unsere erste mikroskopische Aufnahme einer roten Mückenlarve (Ausschnitt)

 

Unsere Wertung: 5-Sterne Aquaristik-Buch5 von 5 möglichen Punkten!

 

Handbuch

Mikroskopie und Fotografie am Aquarium

 

Unsere Rezension:

Wer kennt sie nicht, die Probleme mit unscharfen oder fehlbelichteten Fotos vom geliebten Aquarium, oder die Schwierigkeiten wenn es darum geht herauszufinden an welcher Krankheit unsere Pfleglinge erkrankt sind. Beide Gebiete - die Mikroskopie und das Fotografieren - stellen eine enorme Herausforderung für den Aquarianer dar. Das vorliegende Buch von Prof. Dr. Heinz Bremer bietet eine große Hilfe bei der Lösung dieser Probleme:

 

Mit diesem Buch macht die Mikroskopie und das Fotografieren am Aquarium richtig Spaß! Nach der Lektüre des Buches gelang uns unter anderem das Foto links mit einem noch sehr jungen Platy. (Eine vergrößerte Version finden Sie hier). Auf anschauliche und unterhaltsame Weise werden auf 142 Seiten sowohl wichtige Grundlagen als auch Detailwissen vermittelt. Ein Buch wie man es sich besser wohl nicht wünschen kann!

 

Inhalt:

 

Wasser - Lebensraum - Raum zum Leben

Mikroskopie für Aquarianer

Mikroskopie zur Untersuchung kranker Fische

Mit dem Mikroskop auf Reisen

Geeignete Mikroskope für die Aquaristik

Mikroskopische Arbeitstechniken

Was gibt es zu sehen - und was bedeutet das?

Fotografie - Lupen- und Mikrofotografie

 

Mit einem Beitrag zur klassischen Aquarienfotografie von Hans Gonella  Mehr dazu...

 

 


Die AquaristikSeiten.de Tipps und Tricks:

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Natürlich gibt es auch hier unsere ganz speziellen Tipps und Tricks rund um das Thema Aquaristik. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern in unseren Seiten.

 

Einsteigertipps

Teilwasserwechsel

Beleuchtung

Düngung

CO2-Düngung

Filterung

Bodengrund

Dekoration

Pflanzenpflege

Fütterung

Zucht

Aquarienpflege

Filterpflege

Krankheiten

Aquaristiktagebuch

Aquarienchemie

Torf im Aquarium

Schneckenplage

Algenplage

Filtermedien

Krallenfrösche

 

Einsteigertipps Zurück zum Inhalt

Die wichtigste Eigenschaft eines Aquarianers sollte Geduldigkeit sein. Zu Beginn muss ein Aquarium nämlich erst eingefahren werden. Einfahren? Was ist das denn?

Einfahren bedeuted hier, dass man dem Aquarium Zeit gibt sich biologisch auf einen Fischbesatz und die damit verbundenen Schadstoffbelastungen des Wassers vorzubereiten. Während der Einfahrzeit von etwa 4 Wochen bildet sich in Filter und Bodengrund ein Bakterienrasen aus Nitrosomas und Nitrobacter Bakterien, die dafür verantwortlich sein werden, dass das Aquarienwasser nicht "umkippt". Das ermöglichen diese Mikroorganismen dadurch, dass sie Nitrit (welches sehr giftig ist) biochemisch zu Nitrat abbauen. Nitrat ist auch in hohen Konzentration noch nicht giftig. Doch zur Aquarienchemie später mehr. Hier ist jetzt erst mal wichtig, dass man sich nicht sofort am zweiten Lebenstag des Aquariums einen Beutel voll Fischen kauft und diesen im Aquarium entleert. Das würde nur dazu führen, dass binnen kürzester Zeit das Wasser durch Nitrit vergiftet wäre, und alle Fische sterben müssten.

Während der Einfahrphase kann man jedoch ruhig nach einer Woche schon mit einem leichten (!) Besatz beginnen. Dabei sollte man folgende Regel beachten:

In der ersten Woche keine Fische einsetzten. In der zweiten Woche 1cm Fisch auf 20 Liter Wasser. (Das heißt, in ein 50 Liter Becken kann man einen 2,5 Zentimeter langen Fisch setzen.) Nun kann pro Woche der Besatz in der gleichen Schrittweise nachbestückt werden wie in der ersten Woche. Nach vier Wochen sollte man dann eine Pause einlegen, und erst in der sechsten Woche den Besatz weiter anheben sofern die Aquariengröße dies zulässt. Aber immer in kleinen Schritten! Bei jedem Neubesatz muss sich die Bakterienpopulation zunächst vergrößern, um die Schadstoffe auch abbauen zu können. Der Gesamtbesatz des Aquariums sollte keinesfalls mehr als 1 Zentimeter Fisch pro Liter Wasser überschreiten. Dabei muss selbstverständlich die Endgröße der jeweiligen Fischart genommen werden, da man ja davon ausgehen sollte, dass die meisten Fische in Zierfischhandlungen noch Jungtiere sind. Die Endgröße sollte man beim Händler erfragen oder besser noch in entsprechenden Büchern nachschlagen.

 

Teilwasserwechsel (TWW) Zurück zum Inhalt

In etwa 95% aller Aquarien wird täglich mehr Kot, Urin und andere Abfallstoffe erzeugt, als Filter und Pflanzen aufnehmen und verarbeiten können. Die Folge ist eine stetige Erhöhung des Schadstoffniveaus im Aquarium. Um die Schadstoffkonzentration in Grenzen zu halten kann man einen Teil des Wassers (meist 1/3) gegen möglichst Schadstofffreies Wasser austauschen und die Konzentration der schädlichen Stoffe dadurch verringern. Wichtig dabei ist, dass man auch tatsächlich mit einem TWW das erreicht was man möchte. Genau das Gegenteil kann nämlich passieren wenn man Leitungswasser hat das qualitativ schlechter ist als das Wasser um Aquarium (denn dort werden Phosphate, Nitrate und Nitrit abgebaut). Also sollte man vorher das Leitungswasser analysieren (dazu gibt es zahlreiche Testsets) oder bei den Stadtwerken nach einer Trinkwasseranalyse fragen. In keinem Fall sollte Ihr Leitungswasser mehr als 50 mg/L Nitrat oder Phosphat enthalten, was aber leider gelegentlich der Fall ist.

In jedem Fall sollte man das Aquarienwasser stets gut im Auge behalten. Letztendlich ist es bei jedem Aquarium anders, denn ein schwach besetztes Aqurium mit starker Bepflanzung und großem Filtervolumen muss weniger gepflegt werden als ein Aquarium mit Überbesatz, wenig Pflanzen und kleinem Filtervolumen.

 

Beleuchtung Zurück zum Inhalt

Hier scheiden sich die Geister. So mancher Aquarianer schwört auf eine schwache Beleuchtung um Algen zu verhindern, der andere auf eine starke Beleuchtung. Wieder andere kaufen nur die teuresten Aquarienleuchtstoffröhren, und andere nur die billigen aus dem Heimwerkermarkt. Woran liegt das? Es hat mehrere Gründe. Zunächst ist die Beleuchtung eines Aquariums davon abhängig, was sich eigentlich darin befindet. En Aquarium mit lichthungrigen Pflanzen benötigt unbedingt eine höhere Lichtstärke als ein Aquarium mit anspruchslosen Pflanzen. Dort würde die hohe Beleuchtungsintensität zwangsläufig zu Problemen führen. Das Hauptkriterium bei der Beleuchtungsauswahl sollten also zunächst die Pflanzen sein. Ist das Aquarium noch unbepflanzt kann man mit Hilfe einer Pflanzendatenbank "anspruchslose" Pflanzen auswählen, und so auch mit einer geringen Beleuchtung auskommen. Ist jedoch der Besatz mit Fischen so stark, dass die Pflanzen im Aquarium aufgrund der geringen Beleuchtung (das Licht ist Praktisch der Energielieferant für die Arbeit der Pflanzen) nicht genug Stoffe aufnehmen können, dann ist die Folge ein Algenwachstum. Denn Nährstoffe die im Überschuss vorhanden sind (zum Beispiel Nitrate) werden vom Aquarium versucht abzubauen. Entweder durch die Pflanzen oder durch Algen. Fazit: Man sollte die Beleuchtung für jedes Aquarium individuell auswählen.

Noch ein Tipp: Oftmals genügt schon ein neuer, besserer Reflektor, um die Ausleuchtung des Aquariums wesentlich zu verbessern.

 

Düngung Zurück zum Inhalt

Bie diesem Thema ist meist weniger mehr. Wer schon mal im Aquaristikladen vor dem Regal mit den Aquariendüngemitteln stand, hat gesehen wie viele Flüssigkeiten und Feststoffe es zu kaufen gibt. Wichtig ist eigentlich nur, dass man lieber eher zu wenig Düngt als zu viel, und dass man einen festen Bodengrunddünger und einen Flüssigdünger benutzt, weil die Pflanzen die Nährstoffe mal vermehrt über die Wurzeln, mal eher über die Blätter aufnehmen. Beispielsweise Wasserkelch-Arten (Cryptocorynen) nehmen die Nährstoffe überwiegend über die Wurzeln auf, wohingegen die Wasserpest den Dünger überwiegend über die Blätter aufnimmt. Fakt ist: Eine Überdüngung führt zwangsläufig zu einer Algenpest. Dabei sollte man beachten, dass die Angaben auf den Verpackungen den jeweiligen Düngemittel meist weit übertrieben sind. Häufig reicht schon 1/10 von den Mengen, die auf der Anleitung stehen. Bei der Anleitung wird immer von einem sehr stark bepflanzten, schwach besetzten, stark beleuchteten und mit einer CO2-Anlage (CO2 ist ein weiterer wichtiger Pflanzennährstoff) ausgestattenen Aquarium ausgegangen. Dies ist aber in den wenigsten Aquarien der Fall.

 

CO2-Düngung Zurück zum Inhalt

Kohlenstoffdioxid (oder Kohlendioxid) ist der Nährstoff den die Pflanzen benötigen um Ihr Gerüst aufzubauen. Einer der Hauptbestandteile der Pflanzen ist der Kohlenstoff. In das Kohlenstoffgerüst werden dann grob gesagt die anderen Nähsrtoffe wie Nitrate, Phosphate, Kalium, Eisen und Mangan eingebaut. Daraus wird ersichtlich, dass eine starke Düngung mit Flüssig- und Festdüngern gar nichts bringt, wenn kein CO2 vorhanden ist, das die Pflanzen benötigen um die anderen Nährstoffe einzubauen. Der Energieleiferant für die "Bauarbeiter" die die Pflanze aufbauen ist das Licht. In volliger Dunkelheit oder mit nur unzureichender Beleuchtung bringt die beste CO2-Anlage nichts, wenn man nicht dafür sorgt, dass die Pflanzen auch Enregie bekommen um die Dünger zu verwerten.

Zur CO2-Düngung existieren unterschiedliche Systeme. Alkoholische Gärung in einer Flasche mittels Hefe und Zucker, Druckgasflaschen oder andere biochemische oder chemische Systeme. Man sollte nach der Größe des Beckens und seinem Geldbeutel entscheiden welches System am besten geeignet ist. DIe CO2-Methode ist sehr preiswert, jedoch ungenau in der Dosierung und nur schwer für sehr große Aquarien zu realisieren.

Wichtig: Durch Luftsprudler oder zu starke Wasserbewegung wird das wertvolle CO2-Gas wieder aus dem Aquarienwasser ausgetrieben, und sollte daher möglichst vermieden werden.

 

Filterung Zurück zum Inhalt

Die Filterung des Aquarienwassers gehört zu den wohl wichtigsten Themen im Bereich der Aquaristik. Grundsätzlich unterscheidet man biologische und mechanische Filterung, wobei ersterem weitaus mehr Bedeutung zu kommt. In den Filtermedien setzen sich Bakterien ab, die hochgiftiges Nitrit zu relativ harmlosem Nitrat abbauen. Dort geschehen auch noch andere biochemische Vorgänge die unter "Aquarienchemie" noch näher beschrieben werden. Wichtig ist hier zunächst: Je größer das Filtervolumen und je größer die Oberfläche der Filtermedien, desto mehr Mikroorganismen können sich dort niederlassen, und desto effektiver ist die Filterung. Es gibt jedoch auch Theorien, dass man ein Aquarium auch überfiltern kann, nach denen eine gewisse "Belastung" des Aquariums den Pflanzenwuchs und das Wohlbefinden der Fische durchaus fördert. Man sollte die Filtergröße also der Wassermenge und dem Fischbesatz anpassen, wobei gesagt werden muss, dass gerade bei kleinen Aquarien-Komplettsets der Filter meist völlig unterdimensioniert ist.

Die Mechanische Reinigung des Aquarienwassers ist meist nur minimal nötig, da der anfallende Kot normalerweise in dem Aquarienbodengrund zersetzt und dann später eventuell mittels Mulmheber entfernt wird.

Aber noch einmal zurück zur biologischen Filterung: Wie schon agesprochen ist die Größe des Filters (nicht die Filtergeschwindigkeit!) sehr wichtig. Die meisten Innefilter schaffen es meist nicht den hohen Fischbesatz, der in den meisten Aquarien vorherrscht, biologisch zu verarbeiten. Hinzukommt, dass sich solche "Minifilter" schnell zusetzen und daher in relativ kurzen Abständen gereinigt werden müssen. Dabei werden dann jedesmal Bakterienkulturen abgetötet. Ideal ist daher ein großvolumiger Außenfilter (der natürlich an die Besatzdichte und das Wasservolumen angepasst sein muss), der mit Filtermaterialien bestückt ist, die eine große Oberfläche aufweisen. Hier mal zwei Beispiele für den gravierenden Unterschied bei Filtermedien:

Ehfi Substrat (ein Granulat) besitz eine Filterfläche von circa 450 Quadrtametern (!) pro Liter Filtermedium, wohingegen ein Standardfilterschwamm der in vielen Innefiltern mitverkauft wird nur eine Oberfläche von etwa 25 Quadrtametern pro Liter aufweist. Das heißt, dass sich in dem Granulat etwa 18 mal mehr wertvolle Mikroorganismen ansiedeln können als in dem Filterschwamm!!!

Eine wichtige Grundregel noch zum Reinigen des Filters. Um die Bakterienkulturen möglichst zu erhalten sollte man die Filtermedien vorsichtig in einem Gefäß mit Aquarienwasser reinigen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn man die Filtermedien nur grob reinigt, so dass der Durchfluss wieder gut funktioniert. Die Mikroorganismen im Filter können so weiterhin gute Dienste leisten und sich schneller von dem Reinigungsschock erholen.

 

Bodengrund Zurück zum Inhalt

Der Bodengrund erfüllt mehrere Aufgaben im Aquarium. Er bietet den Pflanzen halt und versorgt sie mit Nährstoffen und er ist ein wichtiges Substrat für Bakterienkulturen, die wie im Filter auch wichtige biologische Funktionen beim Schadstoffabbau übernehmen. Der Bodengrund muss darüber hinaus "atmen" können. das heißt, dass sehr feiner Sand zu problemen führen kann, da in gewisse Bodengrundschichten eventuell nicht mehr genug Sauerstoff gelangt. In der Natur sorgen Würmer und Bodenbewohnende Schnecken (z.B. Turmdeckelschnecken) für eine ausreichende Auflockerung des Bodens, so dass auch noch in tiefer gelegene Schichten sauerstoffreiches Wasser gelangt. Außerdem gibt es viel Bodenbewohnende Fische die im Grund nach Nahrung suchen und diesen dadurch auflockern. Möchte man im Aquarium auf Nummer Sicher gehen, so sollte man Kies mit einer Körnung von 3 bis 4 Millimeter nehmen. Wichtig ist eine möglichst gleichförmige Körnung, und abgerundete Kanten, damit sich die Aquarienbewohner nicht verletzen können.

Damit die Pflanzen auch Nährstoffe aufnehmen können, sollte man in den Nährstoffarmen Kies Düngekugeln oder Düngetabletten in die Nähe der Pflanzen drücken, oder von vornherein eine Nährstoffschicht in den unteren Bereich des Aquariengrundes einbringen. Es gibt dazu spezielle Düngesubstrate für Aquarien. Die normalen Dünger für Zimmerpflanzen eignen sich nicht, da sie das Wasser übermäßig stark belasten.

 

Dekoration Zurück zum Inhalt

"Was ist schon ein Aquarium nur mit Pflanzen und Fischen bestückt?" denkt sich so mancher Aquarianer und kauft munter Dekorationsgegenstände wie Steine und Wurzeln, die jedoch nicht immer geeignet sind. So sollte man in Süßwasseraquarien kalkhaltiges Gestein (zum Beispiel Lochgestein) vermeiden, da es das Wasser möglicherweise unnötig aufhärtet. Wenn man bereits einen Stein gekauft hat kann man den Kalkgehalt einfach nachprüfen. Man träufelt auf den Stein Essig-Essenz. Wenn es dann auch nur minimal schäumt ist der Stein kalkhaltig und sollte nicht verwendet werden. Danach muss der Stein natürlich mit klarem Wasser abgewaschen werden bevor er wieder ins Aquarium zurückgelegt wird.

Bei Wurzeln eignet sich besonder Moorkienholz. Das ist Holz, das in Mooren versunken ist, und von dem nur noch das harte, innere Gerüst zurückgeblieben ist. Es ist vollständig konserviert und kann nicht mehr faulen. Anders sieht das mit vielen im Aquaristikhandel herumschwirrenden Holzarten aus; dort kann es (besonders bei dicken Holzstücken) zu Fäulnisherden kommen. Von den faulenden Stellen gelangen dann starke Gifte ind Aquarienwasser, die von speziellen anaeroben Bakterien im Wurzelholz gebildert werden. Es empfiehlt sich die Wurzel einige Wochen zu wässern bevor sie in das Aquarium gelegt wird, da sie anfangs hohe Mengen an Huminsäuren abgibt, die das Wasser stark färben. Während des Wässerns sollte das Wasser alle 3 bis 5 Tage ausgewechselt werden.

Noch ein Tipp: Bei Wurzeln, die eine Dicke von mehr als 3 cm aufweisen kann man in diese Dicken Stellen mit einer Bohrmaschine Löcher Bohren. Dadurch gelang ständig Sauerstoffreiches Wasser auch in die dickeren Bereiche der Wurzel.

 

Pflanzenpflege Zurück zum Inhalt

Pflanzen wachsen, und werfen gelegentlich Blätter ab. Die abgestorbenen Blätter sollte man aus dem Aquarium entfernen, da in dem aquatischen Miniatursystem (auch in einem 500 Liter Becken), diese faulenden Blätter zu unnötigen Wasserbelastungen führen können. Wenn Pflanzen wie Valisnerien, Cabomba oder Wasserpest zu lang werden, sollte man Sie abschneiden. Dadurch kann wieder genügend Licht auch noch in tiefere Wasserzonen dringen, und man vermeidet ebenso, dass die langstieligen Pflanzen ihre unteren Blätter abwerfen. Die oberen Pflanzenteile kann man bei Bedarf einfach in noch freie Bodenbereiche stecken.

Pflanzen benötigen für ihr Wachstum und Überleben Düngestoffe (dazu gehört auch CO2) und Licht. Da auf diese Bereiche oben schon eigegangen wurde wird dies hier nicht weiter behandelt.

 

Fütterung Zurück zum Inhalt

Bei der Fütterung sollte man vor allem darauf achten, dass Fische meist weniger Futter benötigen als man vielleicht annehmen möchte. Fische ernähren sich vielfach nicht nur von dem durch den Pfleger in das Aquarium eingebrachten Futter, sondern auch von Aufwuchs im Haltungsbecken. In einem gut eingefahrenen Aquarium sollte man mindestens jede Woche einen futterfreien Tag einlegen. Es schadet ausgewachsenen Fischen auch nicht, wenn man sie mal eine Woche lang nicht füttert. Diese Hungertage sind für die Erholung des biologischen Gleichgewichtes sehr wichtig, und außerdem verhindert es einen Verfettung der Fische.

Auch bei Fischen gilt: Abwechslungsreiche und artgerechte Kost fördert die Gesundheit. Ständig die gleiche Futtersorte muss zwar nicht zwingend zu Gesundheitsproblemen führen, aber wenn man den Fischen ab und zu mal etwas Frost- oder besser noch Lebendfutter anbietet sind sie sichtlich aktiver und auch vermehrungsfreudiger. Außerdem sollte man beachten, dass viele Fische sich überwiegend pflanzlich (herbivor) ernähren. Dazu gehören zum Beispiel der Antennenwels und der Platy. Eine überwiegend fleischliche (carnivore) Ernährung führt auf Dauer zu ernstzunehmenden Gesundheitsproblemen, da der Verdauungstrakt dieser Tiere die pflanzlichen Bestandteile dringend benötigt.

 

Zucht Zurück zum Inhalt

coverDie Zucht von Aquarienfischen ist ein so komplexes Thema, dass man wohl mit einer kurzen Kolumne auf dieser Seite nicht genug sagen kann. Wichtige Grundregeln sind aber stets:

Die Wasserhärte muss für die jeweilige Art entsprechend eingestellt werden. Da das Wasser meist zu hart ist, kann man dies durch verdünnen mit Osmosewasser oder destilliertem Wasser (vollentsalztem Wasser) bewerkstelligen. Zum Aufhärten gibt es spezielle Salze. Aber auch der Säuregrad des Wassers spielt eine wichtige Rolle. Der meist zu hohe pH-Wert kann beispielsweise durch Einleiten von CO2 oder durch Filterung über reinen Torf herabgesetzt werden.

Die meisten Fische setzten zudem nur Laich an, wenn man sie kräftig mit Lebendfutter füttert. So eine "Mast" muss aber in der Regel nicht länger als drei Tage andauern.

Wie gesagt kann man hier nicht alle Zuchtbedingungen für die verschiedenen Arten vorstellen. Wer sich dafür interssiert, dem sei das Buch links sehr empfohlen. Zierfischzucht im Aquarium von Hans Mayland.

 

Aquarienpflege Zurück zum Inhalt

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen sind neben dem oben bereits erwähnten Teilwasserwechsel und dem gelegentlichen Reinigen des Filters, ist das erneuern der Leuchtstoffröhren im etwa einjährigen Turnus und das auflockern  und belüften des Bodengrundes mit Hilfe eines Mulmhebers. Dies ist jedoch nicht immer nötig und vor allem auch nicht immer positiv.

Darüber hinaus sollte man bei Bedarf die Reflektoren in der Abdeckung über den Leuchtstoffröhren reinigen, und die Sichtscheiben von Algen befreien sofern notwendig. Dies ist allerdings mehr für den Betrachter als für die Fische förderlich, da Algen (sofern es sich nicht um Blaualgen handelt) genau wie die höheren Pflanzen auch, Nährstoffe aus dem Aquarienwasser ziehen und einen Nitrat- und Phosphatüberschuss verringern. Blaualgen sind zu entfernen, da sie Giftstoffe abgeben können (Blaualgen sind keine Pflanzen wie beispielsweise Grünalgen, sondern es handelt sich dabei um Cyanobakterien).

 

Filterpflege Zurück zum Inhalt

Die im Filter angesiedelten Nitrosomas und Nitrobacter müssen möglichst vollständig erhalten bleiben, da nur so einen biologsiche Stabilität im Aquarium erhalten bleibt. Um die Bakterienkulturen nicht zu verlieren sollte man die Filtermedien vorsichtig in einem Gefäß mit Aquarienwasser reinigen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn man die Filtermedien nur grob reinigt, so dass der Durchfluss wieder gut funktioniert. Die Mikroorganismen im Filter können so weiterhin gute Dienste leisten und sich schneller von dem Reinigungsschock erholen. Weniger ist mehr.

Zudem sollte der Filter erst dann gereinigt werden, wenn der Duchfluss merklich nachgelassen hat. Jeder Eingriff bringt das aquatische System ins Wanken.

 

Krankheiten Zurück zum Inhalt

Am besten ist natürlich die Vorsorge, so dass Krankheiten gar nicht erst zum Ausbruch kommen. Ist man nicht gerade Besitzer einer UV-Anlage, so hat man immer Krankheitserreger im Aquarienwasser, die gesunden Fischen jedoch nicht das geringste ausmachen. Erst stark geschwächte Tiere können zu einer massenhaften Verbreitung der Krankheitserreger führen, da sich die meisten über ihren Wirt vermehren. Um dem Ganzen vorzubeugen, sollte man regelmäßig Teilwasserwechsel vornehmen und dem Futter wöchentlich ein spezielles Multivitamin-Präparat beimischen. Das stärkt die Abwehrkräfte der Tiere. Häufig sind schlechte Wasserverhältnisse wie zum Beispiel ein zu hoher pH-Wert Auslöser von Hauterkrankungen. Aus diesem Grund sollte man diesen Wert stets im Auge behalten. Für die meisten Fischarten gilt ein pH-Wert von 7 als gut.

Sind Fische bereits erkrankt, so sollte man täglich einen Teilwasserwechsel durchführen und ein Breitband-Medikament anwenden, da eine genaue Diagnose der Erkrankung ohne Mikroskop nur selten gelingt. Häufig liegen zudem Kombinations-Erkrankungen vor. Das bedeutet, dass die durch einen Krankheitserreger oder Parasit geschwächten Tiere dann auch sehr schnell anfällig für die anderen Krankheitserreger werden. Daher empfiehlt sich eine flächendeckende Behandlung. Während der Kur sollte man unbedingt auf ausreichende Belüftung des Aquarienwassers achten, da die Medikamente zum Teil extrem Sauerstoffzehrend wirken.

 

Aquaristik Tagebuch Zurück zum Inhalt

Ein Aquaristik-Tagebuch zu führen hat gleich mehrere Vorteile: Sie können stets kontrollieren wann der letzte Teilwasserwechsel erfolgt ist, wann Sie das letzte mal Dünger, Enzyme, oder andere Präparate zugesetzt haben, wann die Leuchtstoffröhren zuletzt ausgetauscht wurden, Neubesatz, Wasserwerte und so weiter...

Der größte Vorteil liegt jedoch darin, dass man Probleme im Aquarium wie beispielsweise Zierfischkrankheiten oder eine Algenplage meist auf Fehler in der Aquarienhandhabung und -pflege zurückführen kann. Ohne ein Tagebuch gleicht die Fehlersuche eher einem Ratespiel als eine Fehleranalyse. Mit Hilfe eines Aquaristik-Tagebuches kann man außerdem seine persönliche Erfharung viel effizienter verbessern, da man fast immer sofort erkennt, welche Ursachen ein Fehler gehabt hat, denn es ist einfach nicht möglich sich alles zu merken. Beim Durchblättern des Tagebuchs entdeckt man plötzlich Dinge, an die man schon gar nicht mehr gedacht hat.

So ein Tagebuch kann zum Beispiel so aussehen:

 

Aquarien-Tagebuch des 100 L Südamerika-Beckens

Datum

Tätigkeit

Veränderungen

Wasserwerte

09.02.2000

 

Reflektoren gereinigt | Vitaminpräparat zugesetzt

 

15.02.2000

Teilwasserwechsel (10L)

 

pH 7 | KH 6 | GH 12 | 25°C

18.02.2000

Mulm abgesaugt

Apfelschnecke zur Algenbekämpfung eingesetzt

 

22.02.2000

Teilwasserwechsel (10L)

gegen Osmosewasser

 

pH 7 | KH 5 | GH 10 | 25°C

25.02.2000

 

5 Schmucksalmler eingesetzt

 

 

 

 

 

 

Sie können natürlich auch einfach alles in ein kleines Buch oder ein Heft eintragen. Hauptsache, sie machen sich von allen Dingen eine kurze Notiz. Sie werden erstaunt sein wie nützlich so ein Tagebuch sein wird...

 

Aquarienchemie Zurück zum Inhalt

Aufgrund seines Umfangs wirde der Bereich Aquarienwasser und Wasserchemie ausgelagert. Sie finden ihn auf der Seite Aquarienchemie. <--

 

Torf im Aquarium Zurück zum Inhalt

Einige wichtige Infos vorab zum Thema Torf: Torf ist ein Zersetzungsprodukt organischer Substanzen, das in einem jahrelangen Prozess unter Luftabschluss konserviert wurde. Es ist in ehemaligen Moorgebieten zu finden. Pflanzen, die vor Jahrhunderten im Moor versunken sind, sind nun durch und duch mit Huminsäuren durchsetzt. Diese Stoffe sorgen dafür, dass der Torf nicht mehr verfaulen kann. Ein natürlicher Konservierungsstoff sozusagen.

Es sind nicht alle Substrate geeignet. Nur reiner Torf ist für Aquarien geeignet, da er frei von Düngemittelzusätzen und Schadstoffen ist. Torfmull ist getrockneter Torf. Blumenerde ist nicht geeignet, da sie neben Düngern auch noch andere eventuell schädliche Stoffe enthält. Mehr zm Thema Torf gibt es auf der Seite über Aquarienchemie. <--

 

ebay.de
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Schneckenplage Zurück zum Inhalt

Um einer Schneckenplage vorzubeugen sollte man sparsam füttern (da Futterreste eine willkomme Nahrung für die Bauchfüßer darstellt), und Schneckenlaich aus dem Aquarium entfernen. Bei sparsamer Fütterung können sich die Schnecken jedoch nicht so stark fortpflanzen, dass sie zu Plage werden. Selbst die berüchtigten lebendgebärenden Turmdecklschnecken sind auf eine Fütterung angewiesen, wenn sie sich stark vermehren wollen..

Sollte es doch einmal zu einer Plage kommen, so kann man die Süßwasserschnecken mit einer Gurken- oder Kartoffelscheibe anlocken, und dann absammeln. Wichtiger Tipp für Abfelschnecken: Halten Sie nur ein einzelnes Exemplar. Dies kann sich dann auch nicht vermehren. Sollte es noch Vorräte an Eiern haben, wird es diese in der Aquarienabdeckung ablegen. Die rosafarbenen Gelege können Sie dann entfernen.

 

Algenplage Zurück zum Inhalt

Häufigste Ursache für eine Algenplage ist ein Überangebot an Nährstoffen. Durch eine sparsame Düngung (wenn überhaupt notwendig!) und einen regelmäßigen Teilwasserwechsel können Sie einer Algenplage schon sehr gut vorbeugen. Selbst in Aquarien mit einer billigen Beleuchtung, muss man nicht zwangsläufig Algen haben. Hält man den Nährstoffgehalt so niedrig, dass für die Algen nichts mehr übrig bleibt, so können sich die Pflanzen erfolgreich gegen die Algen behaupten. Dies kann man mit schnellwüchsigen Wasserpflanzen und einer an die Literzahl und Filterstärke des Aquarium angepassten Fischbesetzung errreichen. Sollte das Leitungswasser schon hohe Nitrat- und Phosphatwerte aufweisen (zu erfragen bei den Stadwerken), so sollte man über Kunstharze filtern, die die Nitrate und Phosphate aus dem Wasser ziehen. Dann ist auch ein Teilwasserwechsel nicht, oder kaum mehr notwendig, bzw. richtiger ist es zu sagen: Durch einen TWW verschlimmert man in diesem Fall die Lage nur. Man sollte bei einem solchen Leitungswasser mit dem Gedaneken spielen sich eine Umkehrosmose-Anlage (fälschlicherweise auch oft als Osmoseanlage bezeichnet) anzuschaffen. Insbesondere dann, wenn das Leitungswasser auch noch sehr hart ist.

 

Filtermedien Zurück zum Inhalt

Hier soll in kürze eine Auflistung der verschiedensten Filtermedien zu finden sein, in der man die Filterfläche pro Liter Filtermedium findet.

 

Krallenfrösche Zurück zum Inhalt

Da Krallenfrösche und Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus sp.) immer häufiger in deutschen Aquarien zu finden sind, hier ein kurzer Hinweis zum Thema: Man unterscheidet die beiden oben genannten Arten, die im Jungstadium in etwa der gleichen Größe verkauft werden können dadurch, dass man sich die Vorderpfoten anschaut. Bei den Krallenfröschen die ca. 14 cm groß werden, und auch gerne Fische verspeisen, findet man zwischen den einzelnen Fingern keine Schwimmhäute. Bei den Zwergkrallenfröschen schon. Außerdem kann man sicher sein einen Krallenfrosch (Xenopus sp.) im Aquarium zu haben, wenn dieser beige gefärbt ist. Albinos gibt es nur bei Krallenfröschen. 

 

 

 

 

 

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