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Berichte & News aus der Welt der Krallenfrösche (Xenopus)

 

12.01.2003

Xenopus laevis Populationen in Südwales (Großbritannien)

Krallenfrösche in SüdwalesWie in den USA auch wurden Xenopus in den 1960er Jahren unüberlegt ausgewildert, als sie Ihre Rolle als Schwangerschaftstest- Versuchstiere verloren. Anders als im Mittelmeerraum oder Kalifornien, trafen die Tiere dort auf wesentlich widrigere Lebensverhältnisse als in Südwestafrika - ihrer natürlichen Heimat. Aber wieder einmal stellten die Pipiden der Gattung Xenopus ihre außerordentliche Anpassungsfähigkeit unter Beweis:

Bemerkenswert ist, dass die Tiere es bereits schon mehrere Jahrzehnte geschafft haben, unter Eis zu überwintern, und auch sonst den eher kühlen Temperaturen zu trotzen und sich sogar zu vermehren. Zwischen 1986 und 1996 untersuchte man die in Südwales angetroffenden Xenopus-Populationen. Dabei stellte man einen tendentiellen Rückgang des Bestandes fest. Es wird angenommen, dass dies auf den Verlust stehender Gewässer in Großbrittanien und einer Zunahme der Zahl der Fressfeinde des Xenopus zurückzuführen sei.

Einige der markierten Exemplare wanderten sogar über Land in andere Teiche. Dabei benötigten sie für eine Strecke von etwa 200 Metern zwei Tage. Mit Hilfe ihres Geruchssinnes (dabei spielt wohl der Geruch des pflanzlichen Planktons eine Rolle) bewegten sie sich in Richtung des anderen Teiches. Bei der Wanderung nahmen sie einen Umweg von etwa 50 Metern in kauf, um einen Teil der Strecke in einem Fließgewässer zurückzulegen.

Die Fressgewohnheiten der Krallenfrösche wurde untersucht, indem man ihren Magen mit Wasser ausspülte und den Inhalt untersuchte. Dabei waren etwa 1/4 der Beutetiere terrestrischen Ursprungs (Fliegen, Käfer...), und der Rest bestand überwiegend aus Zooplankton. Um die über Wasser lebenden Insekten zu fangen springen die Krallenfrösche im Wasser nach oben, durchstoßen die Wasseroberfläche und schnappen sich mit Maul und Händen das über dem Wasser fliegende Insekt.

Zwei markierte Tiere wurden 14 Jahre später wieder eingefangen. Dieser Fund belegt, dass selbst unter kühlen Lebensumständen ein Überleben der Krallenfrösche möglich ist. Während einer relativ kurzen warmen Periode in Wales gelingt es den Krallenfröschen sogar sich fortzupflanzen, und innerhalb von acht Monaten entwickeln sich die jungen Krallenfrösche so gut, dass sie über den nächsten Winter kommen.

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Mehr zum Thema:

Mehr über Krallenfrösche. [5] http://www.botany.uwc.ac.za/presents/FocusOn/frogs/feral.htm

Literatur [6] Measey, Tinsley, Feral Xenopus laevis in S-Wales, Herpetological Jrnl. 8: 23-27, 1998

 

11.01.2003

Hautfarbenveränderungen bei Xenopus laevis

Wie viele andere Amphibien besitzen Krallenfrösche sogenannte Chromatophoren (pigmenthaltige Zellen) mit Hilfe derer sie ihre Hautfarbe in einem gewissen Rahmen (unbewusst) verändern können. Die im Bindegewebe der Haut enthaltenen Melanophoren sind in der Lage ihre Pigmente (in Körnchenform vorkommende Stoffe mit Eigenfarbe) mit hoher Geschwindigkeit zu verschieben. Dadurch erscheint der Krallenfrosch mal heller mal dunkler. Auslöser für diesen Effekt sind Stimuli wie Hormone oder Lichtverhältnisse. Dafür besitzen Krallenfrösche spezielle Rezeptoren in den Membranen der Hautzellen.

Die Farbveränderung (bzw. Intensitätsveränderung) hat verschiedenen Vorteile wie zum Beispiel Tarnung, Thermoregulation oder Schutz gegen bestimmte Spektralbereiche des Sonnenlichts. Das Bild zeigt Melanophoren bei Xenopus laevis:

Melanophoren von Xenopus laevis

Die rechte Zelle zeigt aufgrund von Melatonin-Stimuli eine Konzentration von Pigmenten im Zellzentrum. Quelle: [3]. Melatonin ist ein von der Zirbeldrüse produziertes Hormon. Tageslicht hemmt die Synthese von Melatonin. Daher erfolgt die Produktion nachts.

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Mehr zum Thema:

Mehr über Krallenfrösche. [3] http://www.ep.liu.se/diss/med/06/59/digest.pdf

Mehr über Krallenfrösche. [4] http://www.kcl.ac.uk/kis/schools/life_sciences/biomed/physiol/tecktey.htm

 

10.01.2003

Krallenfrösche als Schlüssel zur Dopingkontrolle

Eine neue Methode zur Ermittlung von Medikamentenmissbaruch im Leistungssport: Froschzellen des Xenopus laevis können dazu dienen um auf Opiaten aufbauende Dopingmittel im Speichel, im Blut oder im Urin nachzuweisen. Dazu wird eine Zellkultur entnommen, verändert, auf einen Objektträger gebracht und mit der zu untersuchenden Flüssigkeit in Kontakt gebracht. Nun kann aufgrund einer Hautreaktion mit bloßem Auge erkannt werden ob Dopingmittel enthalten waren oder nicht. Der Vorteil: So lange Opiate in dem Dopingmittel enthalten sind erklennt der Biosensor dies auch - selbst wenn der Stoff ansonsten vielleicht noch unbekannt in Kreisen der Dopingkontrolleure ist.

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Mehr zum Thema:

Mehr über Krallenfrösche. [1] http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/83145.html

Mehr über Krallenfrösche. [2] http://www.ifm.liu.se/Chemistry/forskningSS/orgchss/scts/sctsintr.html

 

 

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