Krallenfrosch.de

          Deutschsprachiges Informationsportal über Krallenfrösche (Xenopus) im Aquarium.

 

 

Einführung

Herkunft

Haltung

Ernährung

Zucht / Aufzucht

Buchbesprechung

Krankheiten

Berichte & News

Fotos

Links

(c) 2002-2003 Krallenfrosch.de       

 

Haltung von Fröschen im Aquarium (speziell glatte Krallenfrösche, Xenopus laevis)

 

Natürlich sollte die Haltung den natürlichen Biotopen möglichst in nichts nachstehen. Dies ist jedoch schon aufgrund der meist kleinen Aquariengrößen nur schwer möglich, aber auch gar nicht unbedingt notwendig. Es genügt völlig, einige Dinge wie Wasserparameter, Vergesellschaftung und Beckeneinrichtung zu beachten. Die Tiere leben in verschlammten Gräben und Teichen, und zum Teil auch in kleineren Wasseransammlungen. Sie sind vollaquatil, halten sich meist am Bodengrund auf, und sind häufig Dämmerungs- und Nachtaktiv.

 

Die Frösche vertragen im Fall von Xenopus laevis Temperaturen zwischen 12 und 36 °C. Langfristig empfiehlt sich jedoch eine Haltung bei etwa 22 °C. Es fördert das Wohlbefinden der Tiere durchaus, wenn sie im Winter etwas kühler gehalten (etwa bei 18 °C) werden als im Sommer (etwa bei 24 °C).

 

Der Glatte Krallenfrosch sollte in nicht zu kleinen Aquarien (mindestens 50x30x30 cm Aquarium) gehalten werden. Pro Tier sollte man 20 Liter einrechnen. Am besten ist jedoch ein Aquarium mit einer Mindestgrundfläche von etwa 100x40 cm.

Ein Landteil ist nicht erforderlich. Bei der Auswahl und Einrichtung des Haltungsbeckens, sollte man unbedingt darauf achten, dass die Tiere nicht über den Rand des Aquarium hinaus gelangen können. Am besten ist es, wenn zwischen der Oberkante des Aquariums, und dem Wasserspiegel ein Abstand von 20 cm herrscht. Mein 60 cm hohes Aquarium habe ich nur bis zu einer Höhe von 40 cm mit Wasser gefüllt. Würden die Frösche an Land gelangen, mussten sie jämmerlich vertrocknen. In den Regenwaldgebieten Afrikas mag es den Tieren nichts ausmachen eine kleine Strecke über Land vom einen in den anderen Tümpel zu wandern, im heimischen Wohnzimmer enden solche Ausflüge jedoch verhängnisvoll!

 

Krallenfrösche suchen gerne Schutz in Spalten oder Höhlen. Zum einen sollten Sie einen solchen Zufluchtspunkt zur Verfügung stellen, zum anderen aber auch darauf achten, dass Felsaufbauten nicht einstürzen können, und keine Spalten im Aquarium sind aus denen der Frosch womöglich nicht mehr herauskommt und so erstickt.

 

Bei der Bepflanzung eines Xenopus-Beckens haben sich bei mir am besten  Schwimmpflanzen bewährt, da fast alle anderen Arten aus dem Boden gerissen werden können. Selbst einen jahrelang auf einer Wurzel festgewachsenen Javafarn haben die Tiere bei mir klein bekommen. Zum Nitrat- und Phosphat-Abbau habe ich Efeutute so im Aquarium befestigt, dass die Wurzeln durch ein Rohr geschützt werden, und nur ganz unten herausschauen. Die Wurzeln wachsen dann in den Bodengrund und werden in der Regel auch nicht herausgerissen. Allerdings sollte der Bodengrund in der Nähe des Rohres mehrere Zentimeter hoch sein.

 

Für den Bodengrund eines Krallenfrosch-Aquariums empfiehlt sich eigentlich ein möglichst weicher und schlammiger, da die Tiere gerne im Boden nach Nahrung wühlen. Das hat jedoch den Nachteil, dass die aufgewirbelten Partikel meist schnell in den Filter gesogen werden und diesen zusetzen. Es gibt zur Lösung dieses Problem zwei Möglichkeiten: Entweder Sie nehmen einen gröberen Bodengrund in Form abgerundeter (auf keinen Fall scharfkantiger) Kieselsteine, oder sie benutzen einen Membranpumpenbetriebenen Schwammfilter ("Billy"), oder einen Hamburger Mattenfilter. Der Mattenfilter hat den großen Vorteil, dass er eine riesige Filterfläche hat. Persönlich schwöre ich auf die Kombiantion Mattenfilter + feiner Bodengrund, wobei ich für den Bodengrund ein Sand-Torf Gemisch verwende. Der Torf (keine Blumenerde!) darf allerdings nur sehr sparsam eingesetzt werden, da er das Wasser ansäuert und enthärtet.

 

Bei der Vergesellschaftung habe ich eigentlich nur schlechte Erfahrungen gemacht, weshalb ich die Tiere mittlerweile im Artenbecken halte. Entweder wurden die Fische von den Krallenfröschen angeknabbert oder ganz aufgefressen, oder die Xenopüsse wurden durch die Fische gestört. Sicherlich gibt es auch Fische die sich zur Vergesellschaftung eignen, aber bisher habe ich keine gefunden, und ich möchte auch nicht weiter Tiere unnötig opfern.

 

 

 

Impressum:Georg Leithold, Rethelstraße 162, 40237 Düsseldorf

email:  webmaster@krallenfrosch.de

Dies ist eine rein private, nicht kommerzielle Seite. Letztes Update war am 20.10.2002